Knaller der 3. Liga steigt an Faschingssamstag

proWIN Volleys TV Holz treffen im ersten „Endspiel“ um die Meisterschaft vor heimischer Kulisse auf den VC Wiesbaden II

Fotograf: Georg Kunz

proWIN Volleys wollen auch am Faschingssamstag in Fischbach jubeln – Fotograf: Georg Kunz

Die proWIN Volleys TV Holz haben mit dem klaren 3:0 gegen den BSP Stuttgart ihre Chance auf die Meisterschaft in der 3. Liga gewahrt. Durch den Sieg in Stuttgart liegen die proWIN Volleys mit derzeit 39 Punkten auf Platz 3 der Tabelle, die aktuell vom TV Villingen (43 Punkte) und dem VC Wiesbaden II (41 Punkte) angeführt wird. Holz empfängt in den noch verbleibenden fünf Saisonspielen noch sowohl den TV Villingen als auch den VC Wiesbaden II vor heimischer Kulisse. An Faschingssamstag ist zunächst mit dem VC Wiesbaden II die Reserve des Bundesligisten aus der hessischen Landeshauptstadt zu Gast. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr in der Fischbachhalle in Quierschied-Fischbach. Den TV Villingen empfangen die Saarländerinnen dann am Sonntag, den 26.3.2017, in der Multifunktionssporthalle der Hermann-Neuberger-Sportschule.

Fehler abgestellt und das Spiel deutlich gewonnen

Der Volleyball-Drittligist TV Holz besiegt im Heimspiel die TSG Heidelberg-Rohrbach in nur 62 Minuten mit 3:0.
„Im ersten Satz haben wir zwischenzeitlich vergessen, Volleyball zu spielen“, sagte Ralf Dodler. „Wir haben einfach zu viele Fehler produziert. Aber als wir das dann abgestellt hatten, lief es rund. Und wir haben dann doch noch deutlich gewonnen“, erklärte der Co-Trainer der Prowin Volleys TV Holz nach dem Heimspiel am vergangenen Samstag. In nur 62 Minuten Spielzeit gewann der TV Holz die Drittliga-Partie gegen den Tabellenzehnten TSG Heidelberg-Rohrbach mit 3:0 (25:21, 25:19, 25:13).
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Jörn Riemenschneider fehlte am vergangenen Samstag in der Partie gegen die TSG Heidelberg-Rohrbach. Ohne ihren erkrankten Trainer gewann die Mannschaft des TV Holz mit 3:0. Foto: Wieck

Es war ein rasanter Erfolg vor 95 Zuschauern in der Sporthalle der Friedrich-Schiller-Schule in Heusweiler, der in seiner Souveränität nur durch die anfängliche Schwächephase der Holzerinnen getrübt wurde. Mit 16:21 lag der TV im ersten Satz zurück. Die Mannschaft von Trainer Jörn Riemenschneider leistete sich viele Fehler in der Annahme. Und das Aufschlagsspiel war miserabel. „Das war eine rein mentale Sache, die wir dann aber in der Griff bekommen haben“, sagte Dodler. Und tatsächlich machten die Gastgeberinnen den Fünf-Punkte-Rückstand wett und gewannen den ersten Satz mit vier Zählern Unterschied.

Auch im zweiten Satz schlugen sich die Gäste aus Baden-Württemberg gegen den Tabellendritten wacker. Die TSG Heidelberg-Rohrbach hielt mit dem Favoriten Schritt. Dennoch setzte sich der TV Holz auch im zweiten Durchgang durch. Er gewann diesen mit sechs Punkten Vorsprung. „Nach dem zweiten Satz hatten wir den Gästen den Zahn gezogen“, erzählte Dodler. Er ergänzte: „Den dritten Satz haben wir dann nämlich ziemlich deutlich gewonnen.“

Mit einem 25:13-Erfolg im dritten Satz beendeten die Saarländerinnen die Partie in souveräner Art und Weise. Dabei waren nun auf Holzer Seite starke Annahmen zu sehen. Und auch das zuvor schwache Aufschlagspiel funktionierte wesentlich besser. Trainer Riemenschneider, der wegen Krankheit fehlte, lobte seinen Spielerinnen in einer „Ferndiagnose“: „Das war ein sehr schneller Sieg und sie haben sich bis zum Schluss stark gesteigert. Da kann ich nur sehr zufrieden sein.“

Mit diesem Sieg bestätigte der TV Holz den dritten Tabellenplatz und hält mit 36 Punkten den Anschluss an die Tabellenspitze. Tabellenführer VC Wiesbaden II hat 41 Zähler auf dem Konto. Der Tabellenzweite TV Villingen hat 40 Zähler. Am kommenden Samstag treffen die Holzerinnen im Auswärtsspiel auf den Tabellenneunten MTV Stuttgart. Los geht es um 19.30 Uhr.

Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 15.02.2017; Hendirk Voss

VBL-News: 20 TEAMS KLOPFEN AN DAS ZWEITLIGA-TOR

Der Anreiz, in die 2. Volleyball Bundesliga aufzusteigen, ist größer als jemals zuvor. Insgesamt 20 Klubs (letztes Jahr 16) aus den Dritten Ligen haben dafür bis zum 1. Februar einen Antrag auf Vorlizenzierung gestellt. Das gab es noch nie!

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Die Fans vom SSC Karlsruhe zeigten beispielsweise beim DVV-Pokal-Achtelfinale im Oktober gegen Friedrichshafen, wie groß die Volleyball-Begeisterung vor Ort ist (Foto: Andreas Arndt)

Die Teilnehmer sind: BBSC Berlin, SC Alstertal-Langenhorn, SG Rotation Prenzlauer Berg (alle Dritte Liga Nord der Frauen), Chemnitzer PSV (Dritte Liga Ost der Frauen), SV Bad Laer, SV Blau-Weiß Aasee, VC Allbau Essen (alle Dritte Liga West der Frauen), 1. VC Wiesbaden II, proWIN Volleys TV Holz, TV 05 Waldgirmes (alle Dritte Liga Süd der Frauen), SV Warnemünde, VfL Pinneberg (alle Dritte Liga Nord der Männer), TSV Unterhaching, TSV Niederviehbach 1920, ASV Dachau, VC Gotha (alle Dritte Liga Ost der Männer), Moerser SC, TV Baden (alle Dritte Liga West der Männer), SSC Karlsruhe und TSV Mimmenhausen (alle Dritte Liga Süd der Männer).

Die Dritten Ligen Nord und West bilden den Unterbau der 2. Bundesligen Nord. Die 2. Ligen Süd speisen sich aus den Drittligastaffeln Ost und Süd.

Nicht alle Interessenten können in der Saison 2017/18 in der zweithöchsten deutschen Spielklasse dabei sein. „Natürlich steigen nicht alle Teams auf“, stellt Lisa Krieger, VBL-Managerin 2. Ligen, klar. Krieger: „Die jeweiligen Meister der Dritten Ligen steigen direkt in die 2. Bundesliga auf. Falls in den Staffeln mehr Plätze frei sein sollten oder der Meister auf den Aufstieg verzichtet, könnte auch der Zweit- und/oder Drittplatzierte einer Dritten Liga aufsteigen.“

Die Teilnahme an der Vorlizenzierung verpflichtet jedoch nicht zwingend zum Aufstieg. Das Verfahren bietet den Vereinen vielmehr die Möglichkeit, sich selbst zu reflektieren. Denn die Aufstiegsaspiranten unterziehen sich einem umfangreichen Check, dessen Ergebnis zu einem schlüssigen Zweitligakonzept führt. Wichtig ist, dass der sportliche Erfolg und die Wirtschaftlichkeit in Einklang stehen.

Krieger: „Wir begleiten und beraten die Teams auf dem Weg zur Bundesligalizenz. Im Februar bieten wir zum Beispiel einen Workshop an. Darauf freue ich mich schon ganz besonders. Denn es sind einige Teams dabei, die schon Zweitliga- oder Erstliga-Luft geschnuppert haben.“

Mit dem TSV Unterhaching (DVV-Pokalsieger 2009 bis 2011 und 2013), dem ASV Dachau (Deutscher Meister 1995, 1996 und Pokalsieger 1997) und dem Moerser SC (Deutscher Meister 1992, Deutscher Pokalsieger 1991 und 1993, Europacupsieger 1990) gehören namhafte Teams zu den Aufstiegsinteressierten, die bereits riesige Erfolge in ihrer Chronik vorzuweisen haben.

„Solche Teams wissen ganz genau, auf was sie sich einlassen. Mir zeigt das, dass die Vorlizenzierung inhaltlich bei den Teams eine große Anerkennung genießt“, weiß Krieger.

Die finalen Lizenzierungsunterlagen müssen bis zum 2. Mai eingereicht werden. Ende März und Anfang April fallen die sportlichen Entscheidungen in den Dritten Ligen, wer aufsteigen kann.

Quelle: Volleyball Bundesliga; Frank Bleydorn